Egal ob jung oder alt – wenn Sie die Arbeitsbedingungen optimieren, haben Sie viele Vorteile: Ihre Arbeitskräfte bleiben Ihnen länger erhalten. Fehlzeiten und Frühverrentungen werden reduziert. Die Identifikation mit dem Unternehmen steigt. Ihre Mitarbeiter sind motivierter und erwirtschaften höhere Gewinne. Wie Sie das erreichen, verraten Ihnen diese Tipps.
Die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter ist Ihr größtes Kapital. Der Arbeitsplatz sollte daher so gestaltet sein, dass es Möglichkeiten zur Bewegung gibt. Darüber hinaus ist auf Ergonomie zu achten. Faktoren wie Lärm, zu hohe oder zu niedrige Raum-Temperaturen oder schlechte Lichtverhältnisse sollten berücksichtigt werden. Bereits durch geringfügige bauliche oder arbeitsschutzrechtliche bzw. arbeitsmedizinische Maßnahmen können Sie die Arbeitsplätze optimieren.
Vermeiden Sie zu starke körperliche Belastungen Ihrer Mitarbeiter. Dabei ist wichtig, dass sowohl bei jungen als auch bei älteren Arbeitnehmern Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz beachtet werden. Auch psychische und soziale Belastungen sollten reduziert werden: Hierzu gehören Stress, Über- oder Unterforderung, Zeit- und Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung und Mobbing. Um Stress zu reduzieren, das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter zu fördern und den Krankenstand zu minimieren, können Sie unter anderem Folgendes tun:
Belastungen, die einen negativen Effekt auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter haben, resultieren z.B. aus Arbeitszeitregelungen – insbesondere starr vorgegebene Arbeitszeiten sowie Nacht- und Schichtarbeit. Stattdessen sollte, wenn dies möglich ist, zu Selbstorganisation von Aufgaben und Arbeitszeit tendiert werden. Zudem empfiehlt es sich, die Arbeitszeit und die Regelung von Pausen angemessen zu gestalten: Lieber mehrere kürzere statt einer langen Arbeitspause.
Zudem müssen die Aufgaben stimmen: Mitarbeiter wollen immer wieder gefordert werden - mit variierenden Aufgaben. Dies sorgt für kontinuierliche Motivation. So können Sie sicherstellen, dass Mitarbeiter Veränderungsprozesse mitgestalten und Neuem gegenüber offen bleiben. Idealerweise wechseln Sie deshalb zwischen kreativen und problemlösenden Tätigkeiten. Auch sollten Formen der Mischarbeit angestrebt werden. Zum Beispiel:
Sorgen Sie für eine Unternehmenskultur, die Jung und Alt gleichermaßen anerkennt und wertschätzt. Schulen Sie Ihre Führungskräfte dementsprechend. In vier Bereichen können Sie besonders dafür sorgen, dass Ältere ihre Vorgesetzten und das Unternehmen als qualitativ hochwertig bewerten:
Auch ältere Mitarbeiter sind lernfähig und sollten kontinuierlich weitergebildet werden – das motiviert. Bieten Sie zum Beispiel eine altersorientierte Laufbahngestaltung oder qualifikationsfördernde Gruppenarbeit. Im Idealfall sollte die Tätigkeit den individuellen Voraussetzungen der Mitarbeiter entsprechen. Stellen Sie bei Weiterbildungen sicher, dass Lernende ihr Lerntempo selber bestimmen können, neue Lerninhalte an bekannte anknüpfen und Erfahrungswissen berücksichtigt wird. Setzen Sie auf Selbstlernen durch Beobachten und Ausprobieren – denn Lernen mit Spaß ist die effektivste Lernerfahrung!

Das motiviert Best Ager wirklich: Ideale Arbeitsbedingungen aus Sicht arbeitender Ruheständler
Quelle: Universität Lüneburg (2007)
Ist Ihr Unternehmen fit für Senior-Experten? Überprüfen Sie sich selbst. Mehr Informationen finden Sie im Artikel "Altersgerechte Arbeitsbedingungen - Der Test".
Bertelsmann Stiftung (2006), „Älter werden – aktiv bleiben?! - Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Erwerbstätigen in Deutschland“, Bertelsmann Stiftung & TNS Emnid, Gütersloh
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2008), „Alles grau in grau? - Älter werdende Belegschaften und Büroarbeit“, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2. Auflage, korrigierter Nachdruck, Dortmund-Dorstfeld
DIA (2005), „Arbeiten nach dem Arbeitsleben - Erwerbstätigkeit im Ruhestand“, Deutsches Institut für Altersvorsorge, Köln
Universität Lüneburg (2007), „Silver Workers – An empirical study of post-retirement activities – Economic and voluntary work of retired staff”, Leuphana Universität, Lüneburg
Zurück zur Übersicht Stand: 15.03.2011Trotz intensiver Recherche und gewissenhafter Prüfung übernehmen wir für die Inhalte keine Gewähr.
Sollten Sie weitere Fragen haben, besuchen Sie unsere Fragen und Antworten oder lesen Sie die Anleitung für Senior-Experten bzw. die Anleitung für Unternehmen.
Konnten Sie keine Antworten auf Ihre Fragen finden? Dann kontaktieren Sie uns direkt:
hilfe@sentiso.de